DJK- SC Kirchham

Schon Peter Breughel (Bruegel) hat im 16. Jh. unseren Sport in seinen Bildern festgehalten.
So alt ist unser Verein noch nicht. Uns gibt es aber auch schon seit 1974

Was seit 1974 geschah

Unser Verein, der

„Deutsche Jugendkraft-Stockclub Kirchham e.V.“

abgekürzt: DJK-SC Kirchham e.V.

wurde am 19.09.1997 als selbstständiger Verein gegründet, wobei die Entstehung des Vereins auf das Jahr 1974, damals als Sparte des RSV Kirchham, zurückgeht.
40 Jahre erfolgreiche Vereinsarbeit liegen damit hinter uns, viele weitere erfolgreiche Jahre mögen noch folgen. Dafür wollen wir gemeinsam arbeiten.

Der Winter 1973-1974 brachte wieder nicht das, was sich die Eisstockschützen von ihm erwarteten. Zu warm, somit kein Eis. So fiel das Eisstockschießen mal wieder buchstäblich ins Wasser.
Das Verlangen eine Asphaltbahn zu bauen wurde immer größer, um nicht vom Frost abhängig zu sein und zugleich auch im Sommer stockschießen zu können.
Im März 1974 wurden alle die sich für diesen Sport interessierten zu einer Gründungsversammlung aufgerufen. Durch ihre Unterschrift gründeten sie die Sparte Stockschießen innerhalb des RSV-Kirchham.
Franz Egginger wurde zum Spartenleiter, Georg Penninger zum Stellvertreter und Franz Moser zum Schriftführer und Kassier gewählt.
Die Gemeinde stellte das Grundstück für die Asphaltbahn zur Verfügung. Im Protokoll der Gemeinderatssitzung vom 25.04.1974 steht dazu:
Beratung:
Bürgermeister Dorfner berichtete über den Eisstock-Bahn-Bau neben den Tennisplätzen. Die geplante Bahn sei eine Bereicherung für die Freizeitgestaltung in der Gemeinde. Bgm. D. erklärte, daß er den Vorschlag gemacht habe, die Eisstock-Bahn im Zusammenhang mit den Straßen im Siedlungsgebiet „Scheibe“ asphaltieren zu lassen, um einen günstigeren Preis zu erzielen.
Beschluß:
Der Gemeinderat beschließt, für die Eisstock-Bahn den Grund zur Verfügung zu stellen. Der Grund bleibt jedoch, wie bei den Tennisplätzen, im Eigentum der Gemeinde.“

Die Gründungsmitglieder zahlten, quasi als Anschubfinanzierung, 100,- DM Beitrag im Voraus. Im Mai 1974 konnte dann mit dem Bau der Stockbahn begonnen werden. Mit viel Eigenleistung der Gründungsmitglieder und Unterstützung vieler Kirchhamer war das Werk bald vollbracht. Bereits im Juli wurde der Belag aufgezogen, Turnierstöcke gekauft und das Vereinsleben aus der Taufe gehoben.
Man schloss sich dem Bayerischen-Eissport-Verband an und wurde dem Dreiflüssekreis 102 zugeteilt. Bis 1976 schoss man allerdings als Gast im Kreis 204 mit, wurde dann aber endgültig dem Kreis 102 zugeordnet.
Noch im Jahr 74 wurde mit dem Bau der Flutlichtanlage und der 2. Bahn begonnen; Mitte des Jahres 1975 wurde sie fertiggestellt.
Im Herbst 1975 ging bereits das erste Pokalturnier über die Bühne und immer mehr Stocksportfreunde traten der Sparte bei.
1976 plante man als “Unterschlupf“ eine Vereinshütte mit deren Bau schon im Herbst begonnen wurde.

Ein erstes internationales Pokalturnier mit über 60 Mannschaften veranstaltete die Sparte Stockschießen zur 1200 Jahr Feier der Gemeinde Kirchham (1977) auf dem Exerzierplatz in der Rottal-Kaserne in Waldstatt.
1978 wurden Toilettenanlagen an die Vereinshütte angebaut. Nun konnte man sich schon mehrere Stunden gemütlich zusammensetzen, ohne sich von einer Notdürftigkeit unterbrechen lassen zu müssen.
In den Jahren 1980-1981, im Rahmen der Maßnahme der Gemeinde „Freizeit und Erholung“, mussten die zwei Bahnen entfernt werden. Dafür wurden nun aber fünf neue Bahnen an fast derselben Stelle gebaut. Jetzt war es möglich, in Kirchham Turniere mit 11 Mannschaften durchzuführen. So wurde die Tradition der Kirchhamer Heimatfestturniere begründet.

Im Juni 1983 konnte die Flutlichtanlage erweitert werden. Mit den von der Abteilung Fußball gestifteten Flutlichtlampen wurden jetzt alle Bahnen ausgeleuchtet.

Zur 10-Jahr-Feier 1984 zählte der Verein bereits 85 Mitglieder, darunter 10 jugendliche Stockschützen.

Zum 20-jährigen Bestehen (1994) war die Zahl der Mitglieder bereits auf 100 angewachsen. In den Meisterschaften war man mit 4 Herren-, einer Damen- und einer Mixed-Mannschaft vertreten.

Am 19.09.1997 erfolgte, unter gegenseitigem Einverständnis mit dem RSV, die Gründung des ab jetzt eigenständigen Stockclubs unter dem Dach des DJK. Mit nun 110 Mitgliedern, die fast komplett aus der Sparte des RSV in den neuen Verein übergegangen waren, begann das eigenständige Vereinsleben. Zu unserer 30-Jahr-Feier überreichte uns der DJK ‘seine‘ Fahne, die wir seitdem mit Stolz vor uns hertragen. So gliedern wir uns regelmäßig in die Fahnenabordnungen der Vereine ein, sei es bei Veranstaltungen der Gemeinde oder hohen kirchlichen Festlichkeiten.

Um der zunehmenden Bebauung im zentralen Ortsbereich zu “entfliehen“ verlegte der Verein 1998 seine Aktivitäten in die neu gebaute Stockhalle auf dem Gemeindegrundstück am Badeweiher, Hofer Str. 14.
Unserer Stockhalle widmen wir ein eigenes Kapitel – siehe hierzu die Ausführungen auf Seite 16 f.

Seit 1979 nehmen wir mit gutem Erfolg an der jährlichen Rottaler Trainingsrunde teil, bei der wir uns – meist mit zwei Mannschaften – auf die jeweilige Sommersaison vorbereiten.

Den sportlichen Höhepunkt im Jugendbereich erlebte der Verein in der Zeit, in der Georg Angerer für die Jugendarbeit verantwortlich zeichnete. In seiner Funktion als Konrektor der Grundschule Bad Füssing/Kirchham und Lehrer der Klassen 3 und 4 in Kirchham konnte er seinen Schülerinnen und Schülern den Spaß an dieser Sportart vermitteln.
Die vielen Meisterschaften in allen Altersklassen sowie die Wahl als Mannschaft des Jahres 2006 durch den DJK Diözesanverband Passau und die zahlreichen Sportlerehrungen durch den Landrat des Landkreises Passau zeugen von den Erfolgen.
Im Jugendbereich sind wir in einer Umbruchphase, hoffen aber in den kommenden Jahren die Jugend wieder vermehrt an uns binden zu können.

Der sportliche Höhepunkt im Herrenbereich war zweifelsohne 2012 der Aufstieg unserer „ERSTEN“ in die Bayernliga Nord, in der sie sich inzwischen fest etabliert hat.

Wie jedes Jahr, so sind wir auch 2011 auf dem Maibaum präsent.

1983 entstand eine Tradition, die bis heute fortlebt.
Unter den damaligen Grenzbeamten Willi Huber aus Kirchham und Martin Pumberger aus Mehrnbach/OÖ. wurde vereinbart, sich jedes Jahr zu einer sportlichen Auseinandersetzung mit anschließendem freundschaftlichem Beisammensein zu treffen und die damals noch sichtbare Grenze zwischen unseren Ländern ein wenig aufzubrechen. Nun, dies war sicherlich nicht der Grund, dass heute keine Grenzkontrollen mehr zwischen Österreich und Deutschland mehr durchgeführt werden, zur Völkerverständigung und Festigung der freundschaftlichen Verhältnisse hat es aber allemal beigetragen und wird dies hoffentlich noch lange tun.

2008 traf man sich nun, um das 25-jährige Bestehen dieser Tradition mit einem spannenden Stockturnier zu begehen

Teilnehmer an der 25-Jahrfeier der bestehenden Freundschaft mit den Stockschützen aus Mehrnbach